Inhalte des Pflegeberufegesetzes

Inhalte des Pflegeberufegesetzes

Im Wesentlichen wurden folgende Regelungen getroffen:

  • Die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen wurden im neuen Pflegeberufegesetz zusammengeführt.
  • Alle Auszubildenden erhalten zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistische Ausbildung. Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ (m/w/d).
  • Nach zwei Dritteln der Ausbildung wird eine Zwischenprüfung zur Ermittlung des Ausbildungsstandes eingeführt.
  • Zukünftig wird kein Schulgeld mehr erhoben.
  • Die Auszubildenden haben einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung.
  • Die Finanzierung der Ausbildung erfolgt über einen Fonds. Durch ein Umlageverfahren werden alle Einrichtungen gleichermaßen zur Finanzierung herangezogen.
  • Die neue generalistische Pflegeausbildung wird in anderen EU-Mitgliedstaaten automatisch anerkannt.
  • Ergänzend zur beruflichen Pflegeausbildung wird ein Pflegestudium eingeführt.


Übersicht zum Ablauf der Ausbildung:

Grafik Ausbildungsgang 2

„Die Menschen im Land werden immer älter. Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig. Deshalb ist die Pflege für junge Leute ein Beruf mit Zukunft.“

Heike Werner - Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Zahlen und Fakten

Deutschland Thüringen
Auszubildende in der Pflege ca. 137.000 ca. 3.400
Pflegeschulen ca. 1.500 44
Betriebe ca. 10.900 ca. 1.100
Quelle: BAFzA Quelle: GFAW

Standorte der Thüringer Pflegeschulen